Schloss Welchau
Über diesen Standort
Hinter seiner blassen, vernagelten Fassade erhebt sich Schloss Welchau aus überwuchertem Gras unter einem schweren, bewölkten Himmel, eine Art Ort, der sich schon von der Einfahrt an verlassen anfühlt. Im Inneren wird die verfallende große Halle von drei hohen Rundbogenfenstern beleuchtet, deren helles Tageslicht gnadenlos den verzierten, aber völlig abblätternden Stuck und die rissigen, verblichenen Wände entblößt. Dunkle Heizkörper säumen die staubigen unteren Wände, stille Relikte einer längst vergangenen Wärme, während das grelle Licht die trostlose Leere nur noch vertieft. Es ist eine Szene purer Verwesung—obwohl eine verspielte Seele in einem Foto einen Cartoon-Geist über dem Dach schweben lässt, ein seltsam skurriler Kontrast zur Düsterheit, der sich für einen solchen Ort irgendwie richtig anfühlt.
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